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Pressemitteilung des Bundeszuwanderungs- und Integrationsrates


Sarrazin bedroht gesellschaftlichen Frieden

Der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat hat anlässlich der Buchvorstellung von Thilo Sarrazin heute in Berlin dessen Aussagen vehement kritisiert. "Herr Sarrazin vergiftet mit seinen rassistischen Äußerungen die Atmosphäre in unserem Land“, sagte der Vorsitzende des Bundesverbandes der Integrations- und Ausländerbeiräte, Dr. Karamba Diaby.

Kennzeichnend für die Äußerungen Sarrazins sei, so der Bundesverband, dass er die Gesellschaft nach dem Muster „Wir“ und die „Anderen“ unterteile und bestimmten Gruppen wie „muslimischen Migranten“ in verallgemeinernder und herabwürdigender Weise bestimmte negative Eigenschaften zuschreibe. „Das ist Rassismus pur, auch wenn Herr Sarrazin dies nicht zu erkennen vermag“, so Dr. Diaby. „Herr Sarrazin beklagt die Mauer der politischen Korrektheit, die angeblich seine Äußerungen tabuisiere. Freie Meinungsäußerung schützt aber nicht vor Widerspruch, vor allem wenn diese Äußerungen den gesellschaftlichen Frieden bedrohen“ so Dr. Diaby weiter.

Viele Migrantinnen und Migranten seien es überdrüssig, sich immer wieder anhören zu müssen, Fremdkörper zu sein, die diesem Land schaden zufügten. Dr. Diaby: „ Diese Diskussion führt doch nur dazu, dass viele Zugewanderte, die sich längst als Teil des Landes empfinden, sich von unserer Gesellschaft abwenden“.

Die Bundesbank müsse sich langsam ernsthaft fragen, ob Herr Sarrazin noch als Vorstandsmitglied haltbar sei. Denn Herr Sarrazin erfahre so viel mediale Aufmerksamkeit, weil er ein wichtiges öffentliches Amt ausübe, so der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat. Als Privatperson würde Herr Sarrazin kaum ein öffentliches Interesse wecken, weil seine Thesen sachlich längst widerlegt seien. Der Bundesverband der Integrations- und Ausländerbeiräte begrüßte die Ankündigung der SPD-Spitze, einen Parteiausschlussverfahren gegen Herrn Sarrazin einzuleiten. Dr. Diaby: „Herr Sarrazin hätte dann auch mehr Zeit, für seine bislang grotesken Thesen fundierter zu recherchieren“.

Quelle:

Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat

www.bundeszuwanderungsrat.de

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